Hat Magnesium Nebenwirkungen? Wie sehen diese bei der Einnahme von Magnesium aus?

Hat Magnesium Nebenwirkungen Wie sehen diese bei der Einnahme von Magnesium aus

Selten hat die Einnahme von Magnesium drastische gesundheitliche Folgen. Nur bei missbräuchlicher Überdosierung (über der Dosierung von 300 bis 400 mg täglich) kann das passieren. Ein gesunder Körper mit gesunden Nieren scheidet das überschüssige Magnesium über den Urin aus und reguliert sich somit auch selbst. Über die normale Ernährung und die zusätzliche Einnahme von magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln – sofern man sich an die empfohlenen Mengen hält – ist eine Überdosierung bei einem gesunden Körper nur schwer möglich. Bei Menschen mit normal funktionierenden Organen ist die Gefahr einer Magnesiumüberdosierung (Hypermagnesiämie) quasi nicht vorhanden.

Leichtere Nebenwirkungen können aber schon auftreten. Hier eine kurze Aufzählung der verschiedenen Nebenwirkungen:

  • Weicher Stuhl oder Durchfall
  • Erschöpfung, Müdigkeit, Schwächegefühl
  • Blutdruckabfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Abschwächung der Muskelreflexe
  • Atemdepression / verlangsamte Atmung
  • Verlangsamung des Herzschlages

Viele dieser Nebenwirkungen treten jedoch erst bei übermäßig stark erhöhter Einnahme von Magnesium auf. Die häufigsten Nebenwirkungen bei normaler oder nur leicht erhöhter Dosierung beschreiben wir für dich kurz.

Die häufigste Magnesium Nebenwirkung: Durchfall

Wenn höhere Mengen von Magnesium aufgenommen werden, wird dieser Überschuss zum Teil gar nicht erst vom Darm aufgenommen. So verhindert der Körper einen Magnesiumüberschuss, jedoch kann es dadurch zu weichem Stuhl oder Durchfällen kommen. Der Rest wird wieder über den Urin ausgeschieden. Vor allem, wenn du schlagartig die Magnesiumdosis erhöhst, kann es zu Durchfällen kommen. Deswegen wird eine schrittweise Erhöhung empfohlen. Trotzdem kann es selbst bei einer normalen Dosierung zu weichem Stuhl oder Durchfall kommen. Nicht umsonst beinhalten viele Abführmittel als eines der Hauptbestandteile Magnesium.

Nachdem sich der Körper an die Magnesiumeinnahme gewöhnt hat, klingt diese Nebenwirkung jedoch in der Regel wieder ab. Sollten die Verdauungsprobleme jedoch bleiben, solltest du wiederum die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen.

Ein Teil der Patienten klagt auch über vermehrte Blähungen. Solltest du allgemein an Durchfällen oder Blähungen leiden, ist eine zusätzliche Einnahme von Magnesium wahrscheinlich nicht förderlich. Am besten suchst du hier die Hausärztin oder den Hausarzt zuvor auf.

Die ermattende Nebenwirkung bei Magnesium: Müdigkeit

Vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Erschöpfung, Müdigkeit oder ein Schwächegefühl als Nebenwirkung beschrieben. Falls du hier zu viel Magnesium zu dir genommen hast, solltest du die Magnesium-Dosierung reduzieren. Schon vor einer Magnesiumsupplementation wäre es ratsam, mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt abzusprechen, ob du Magnesium brauchst und wieviel du davon benötigst.

Die Magnesium Nebenwirkungen sind oft kleine nicht identifizierte Nebeneffekte: Hautausschlag und sogar Schwitzen?

Bei der Einnahme von Magnesium kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, die nicht immer direkt mit Magnesium in Zusammenhang gebracht werden: Hautausschlag oder Schwitzen. Stimmt dieser Zusammenhang?

Beim Hautausschlag ist es jedoch durchaus umstritten, ob dieser rein aufgrund einer Magnesiumzufuhr auftreten kann. Genau das Gegenteil kann der Fall sein. Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium wirkt entzündungshemmend und wirkt einem Hautausschlag eher entgegen. Ein Magnesiummangel hingegen kann das Hautbild eher verschlechtern. Ein Juckreiz ist nur bei einer sehr geringen Zahl an Patienten aufgetreten.

Schwitzen hingegen kann durch die zusätzliche Entwässerung des Körpers zu einem weiteren Magnesiummangel führen. Gleichzeitig muss erwähnt werden, dass es derzeit keinen hinlänglichen Nachweis gibt, dass eine ausreichende Magnesiumversorgung gegen Schwitzen hilft. Dass eine Einnahme von Magnesium zu stärkeren Schweißausbrüchen führt, ist jedoch kaum bekannt.

Die schlimmeren Nebenwirkungen sind selten durch orale Einnahme möglich: Übelkeit bis Schwindel

Die schlimmeren, oben aufgezählten Nebenwirkungen sind bei einer oralen Einnahme von Magnesium (über die Nahrung oder Supplemente) sehr schwer zu erreichen und treten hauptsächlich bei Injektion direkt in den Muskel auf. Hiervon ist aber ohnehin abzuraten. Die Hausärztin oder der Hausarzt ist bei starkem Magnesiummangel die/der richtige AnsprechpartnerIn – meist sind andere Krankheiten hier der wahre Auslöser. Nur in den seltensten Fällen kommt es bei normaler Anwendung zu Übelkeit oder Schwindel.

Magnesium beeinflusst zum Beispiel auch wie gut unser Blut gerinnen kann und ist für Patienten mit medikamentös eingestellter Blutgerinnung zu beachten.

Selten kommt es zu einer Überdosierung durch Supplemente, sondern eher durch magnesiumhaltige Medikamente wie Abführmittel und Antazida. Hier kann es nämlich bei Missbrauch zum Nierenversagen kommen und somit kann das überschüssige Magnesium nicht mehr ausgeschieden werden. Deswegen wird bei Menschen mit Nierenerkrankungen empfohlen, dass sie Magnesiumpräparate nicht einnehmen sollten.

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