Magnesium Überdosierung – Die Folgen, Häufigkeit und Symptome

Magnesium Überdosierung – Die Folgen, Häufigkeit und Symptome

Bei einer Magnesium Überdosierung sprechen Ärzte von einer Hypermagnesiämie. Betroffene haben zu viel Magnesium im Blut. Wie oft sie auftritt, welche Folgen, Symptome und Nebenwirkungen dabei auftreten können, zeigen wir dir hier.

Wann tritt eine Magnesium Überdosierung auf – selten aber doch

Die meisten Patienten leiden eher an einem Magnesiummangel als an einer Überdosierung bzw. Überschuss. Typischerweise wird dieser über den Blutwert gemessen, wenngleich dabei nur ungefähr 1 % des insgesamt eingelagerten Magnesiums abgebildet wird. 65 % des Magnesiumvorkommens findet man in den Knochen und Zähnen. Den Rest in den Muskeln.

Eine Magnesium Überdosierung passiert eigentlich nur bei übermäßiger und falscher Einnahme von Magnesiumpräparaten oder Nierenerkrankungen. In manchen Fällen haben auch Betroffene einer Schilddrüsenunterfunktion oder Schwäche der Nebenschilddrüsen mit der Überdosierung zu kämpfen.

Täglich sollte man als Erwachsener zwischen 300 mg und 400 mg an Magnesium zu sich führen – bei üblicher körperlicher Betätigung. Das beinhaltet sowohl die Zufuhr über die normale Ernährung als auch über Nahrungsergänzungsmittel.

Die Symptome einer Magnesium Überdosierung und ihre Folgen

Ein gesunder Organismus ist üblicherweise kaum anfällig für eine Magnesium Überdosierung. Gesunde Nieren scheiden im Regelfall den Überschuss über den Urin aus. Bei exzessiver Überdosierung können trotzdem schwerwiegendere Symptome und Nebenwirkungen auftreten. Deswegen ist darauf zu achten, ob bei einem Magnesiumüberschuss die Nieren gesund sind.

Zu Beginn kündigt sich typischerweise schon eine leichte Überdosierung vor allem mit Nebenwirkungen wie Diarrhöen oder Magen-Darm-Beschwerden an. Schwindel oder Krämpfe im Unterleib können weitere Begleiterscheinungen sein. Magnesiumsalze wirken nämlich ungewollt als Abführmittel.

Ab zwei Millimol pro Liter Magnesium im Blut kannst du erst die üblichen, schwerwiegenden Symptome und Nebenwirkungen bemerken. Das entspricht laut Verbraucherzentrale einer Zufuhr von ungefähr 2,5g Magnesium pro Tag. Der Reflextest (neurologische Muskeleigenreflexuntersuchung) funktioniert nicht mehr – das automatische Zucken der Muskeln bleibt aus. Darüber hinaus kann es zu Erschlaffung oder gar Lähmungserscheinungen der Muskulatur kommen – selbst die Atemmuskulatur kann betroffen sein. Ein Atemstillstand wurde in Extremfällen ebenso beobachtet. Gleichzeitig fallen Blutdruck und Puls ab und Herzrhythmusstörungen können auftreten. Selbst ein Herzstillstand ist nicht ausgeschlossen.

Weitere Symptome könnten zu Beginn auch gegenteilig ausfallen – oft ist Bluthochdruck ein Anfangssymptom. Dazu können begleitend Schwindel, Übelkeit, eine unnatürliche Gesichtsrötung, Harnretention (die Harnblase kann nicht vollständig entleert werden), Darmverschluss oder Depressionen auftreten. Eine gewisse Lethargie stellt sich ein, bevor es zur vorher beschriebenen Muskellähmung kommen kann.

Eine Magnesium Überdosierung durch magnesiumhaltige Abführmittel kann als Nebenwirkung auch nachweislich (bei mehr als 5.000 mg pro Tag) eine Magnesiumvergiftung auslösen, die wiederum bis zum Tod führen kann.

Wie vermeidest du eine Magnesium Überdosierung?

Bei vernünftigen Dosierungen nach den beigelegten Angaben und einer Absprache mit dem Arzt, ist eine Magnesium Überdosierung bei gesunden Menschen kaum möglich. Durch Einhaltung der Tagesbedarfsgrenzen und Achten auf die Symbole kann eine Magnesium Überdosierung gut vermieden werden. Beim geringsten Verdacht sollte aber sofort die Hausärztin oder der Hausarzt aufgesucht werden. Empfohlen wird bei einer Supplementation auch eine vorherige Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt. Eine Selbstdiagnose und -therapie ist nie empfehlenswert.

Eine Magnesium Überdosierung kann tatsächlich schädlich sein. Die Symptome und Folgen wurden bereits aufgezählt. Trotzdem benötigt der Körper täglich Magnesium. Deswegen soll man bei der Einnahme von Magnesiumpräparaten auf den täglichen Bedarf achten und etwaige Probleme mit dem Arzt absprechen, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Ist der Überschuss erst einmal eingetreten, ist ein Besuch beim Hausarzt äußerst ratsam. Vor allem die Ursache der Überdosierung muss geklärt werden. Ein Auftreten einer Erkrankung der Niere oder der Schilddrüse muss man entsprechend behandeln. Beispiele wären eine Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison) Störungen der Erregungsleitung des Herzens, oder Myasthenia gravis. Selbst in Extremfällen können Ärzte entsprechende Antidote (wie Kalzium) anwenden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass in der Regel eine Magnesium Überdosierung bei gesunden Menschen nur ein äußerst seltener Extremfall ist.

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