Hängen Vitamin-D-Mangel und Müdigkeit zusammen?

Hängen Vitamin-D-Mangel und Müdigkeit zusammen

Ein Vitaminmangel kann zu verschiedenen Symptomen und sogar Krankheiten führen. Müdigkeit ist hier ein typischer Hinweis, dass deinem Körper Nährstoffe fehlen – oft sind das die Vitamine.

Gerade bei Vitamin-D-Mangel kommt es häufig zu Müdigkeit oder Erschöpfung.

Wenn du noch zusätzlich z. B. an Nervosität, schwacher Muskulatur oder gar nachlassender Knochenfestigkeit und mangelhafter Zahnbildung leidest, könnte dir ein Nährstoff fehlen. Du solltest dann bei deiner Ärztin oder deinem Arzt des Vertrauens nachprüfen lassen, worin genau der Mangel besteht.

Hauptsächlich wirkt Vitamin D aber bei der Stabilität der Knochen, weshalb du schon deswegen auf deinen Vitamin-D-Haushalt achten solltest.

Bei Kindern kann das noch weiter gehen: Bei Mangel besteht die Gefahr einer Rachitis, also einer schweren Wachstumsstörung.

Laut einer Studies des Universitätsspitals Zürich verbessert eine Zunahme von Vitamin D die Müdigkeitssymptome signifikant. Die Forscherinnen und Forscher betrachteten 120 gesunde Personen, die einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel hatten und über Müdigkeit klagten. Bei der Studie wandten sie die höchsten wissenschaftlichen Standards an.

Kurz: Wenn dein Körper an einem Vitamin-D-Mangel leidet, wirst du müde. Nimmst du dann Vitamin D über Supplemente zu dir, geht die Müdigkeit deutlich zurück.

Du leidest an einem Vitamin-D-Mangel? Diese Symptome solltest du neben Müdigkeit im Auge behalten

Das sind die häufigsten Symptome, wenn du zu wenig Vitamin D hast:

  • Müdigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Kreislaufprobleme und Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Schwächung des Immunsystems

Die charakteristischen und schwerwiegenden Symptome bei einem Vitamin-D-Mangel treten erst bei einem dauerhaften Mangel auf. Davor bemerkst du meist eher psychische Symptome:

  • du fühlst dich müde und abgeschlagen
  • du bist depressiv
  • deine Emotionen schwanken in alle Richtungen: Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt
  • du bist unkonzentriert
  • du merkst dir Dinge im Kurzzeitgedächtnis nicht mehr so gut

Sehr starker, anhaltender Mangel führt zu:

  • Knochenkrankheiten wie Osteoporose (Knochenschwund) und Osteomalazie (Knochenerweichung)
  • das Risiko für bestimmte Krebsarten kann steigen

Zusätzlich kann auch ein erhöhter Blutdruck auftreten.

Langfristig wirkt sich ein Vitamin-D-Mangel auf eine Vielzahl an wichtigen Teilbereichen deines Körpers aus:

  • dein Herz-Kreislaufsystem
  • deine Organe im Allgemeinen
  • die Zellgesundheit
  • dein Immunsystem
  • deine Muskeln
  • deine Nerven

Vitamin D ist nicht nur für deinen Körper essenziell, sondern auch für dein persönliches Wohlbefinden. Ohne dem wichtigen Nährstoff fühlst du dich einfach nicht gesund.

Ist ein Mangel an Vitamin D häufig?

Vitamin D wird hauptsächlich von deinem Körper selbst gebildet. Er benötigt dazu nur direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut.

Du tankst buchstäblich durch die Sonne das Vitamin D.

Jedoch ist das je nach Hauttyp und Wetter nicht so einfach. Deswegen leiden auch mehr als die Hälfte der Deutschen an einem Vitamin-D-Mangel.

Auf ähnliche Ergebnisse kommt die Universität Gießen in einer Studie, laut der die Hälfte der Frauen auch im Sommer an einem Vitamin-D-Mangel leiden.

Die Nationale Verzehrstudie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kommt 2018 auf noch erschreckendere Werte:

82 % der Männer und 91 % der Frauen in Deutschland leiden unter einem Vitamin-D-Mangel.

Deswegen empfiehlt es sich, bei einem Verdacht einen Bluttest machen zu lassen, damit du genau weißt, ob ein Nährstoffmangel vorliegt.

Aufgrund der Studienlage empfiehlt deswegen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in den Monaten Oktober bis Mai eine Supplementierung von Vitamin D. Sie empfehlen dazu für Erwachsene eine Dosis von 20 Mikrogramm pro Tag.

Die üblichen Formen sind Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol)

Durch die fehlende Sonne werden Nahrungsergänzungsmittel essenziell.

Vitamin D gegen Müdigkeit und Probleme mit den Knochen. Probleme bei der Aufnahme.

Aus der Ernährung nimmst du nur sehr wenig Vitamin D auf. Nur Fisch, Ei, Leber und einige Pilze enthalten geringe Mengen des Nährstoffs.

Aber vor allem im Winter, oder wenn du Stress hast und kaum ins Freie kommst, ist die fehlende Sonne die Hauptursache. Besonders aufpassen müssen:

  • Säuglinge
  • Kleinkinder
  • Schwangere
  • Seniorinnen und Senioren
  • Personen, die gar nicht in die Sonne gehen
  • Personen mit chronische Krankheiten der Leber oder Nieren

Darum nimmst du zu wenig Vitamin D auf und leidest an einem Mangel

Du warst im Sommer viel an der Sonne und solltest Vitamin D geradezu in Unmengen im Körper haben? Immerhin war der Himmel blau und die Sonne schien dir ins Gesicht.

Trotzdem kannst du selbst in dieser Zeit nicht immer genügend aufnehmen. Die Gründe sind vielfältig und hängen eng zusammen.

Heutzutage ist der Mensch nicht mehr so oft in der Sonne, wie es früher einmal war. Unser Organismus ist eigentlich Bewegung an der frischen Luft gewohnt. Man sitzt aber vielmehr in Büros, fährt mit dem Auto oder der Bahn und geht nur mehr kurze Strecken. Das alles führt zu weniger Sonne für deinen Körper: Somit fehlt dir Vitamin D.

Um genügend Vitamin D aufzunehmen, müsstest du auch viel Haut zeigen. Bei normaler Kleidung gelangen die wichtigen Sonnenstrahlen gerade einmal auf die Hände und das Gesicht. Der Rest der Hautoberfläche ist normalerweise bedeckt.

Kurze Ärmel, ärmellos und kurze Hosen oder Röcke wären hier für die Gesundheit wichtig. Die Temperaturen und auch das Arbeitsumfeld lassen das aber nicht so einfach zu.

Wer lange an der Sonne ist, cremt sich ein. Schon ab dem Sonnenschutzfaktor 8 kommen die UV-B-Strahlen nicht mehr in die Haut. Diese sind jedoch die Anreger zur Vitamin-D-Produktion. Langes Sonnen nutzt also auch hier nichts. Kurze, tägliche Sonneneinstrahlung ist hilfreicher.

Genau das geht aber nicht immer. Hellhäutige Menschen vertragen nicht allzu viel Sonne und einen Sonnenbrand will man für die Gesundheit verhindern! Hellhäutige Menschen reagieren schneller auf die Sonneneinstrahlung und produzieren so auch das hilfreiche Vitamin D besser. Sie vertragen dafür aber einfach zu wenig Sonnenlicht.

Dunkelhäutige Menschen können hingegen länger an der Sonne bleiben. Dafür haben sie den gegenteiligen Effekt, dass sie viel mehr Zeit an der Sonne verbringen müssen, um eine ähnliche Menge an Vitamin D zu produzieren.

Ältere Menschen haben noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Sie produzieren um 75 % weniger Vitamin D als ihre jüngeren Mitmenschen. Deswegen braucht man im Alter auch oft in der Regel Supplemente.

Erhöhter Bedarf oder erhöhter Verlust an Vitamin D: Unter diesen Bedingungen brauchst du mehr, um gegen die Müdigkeit anzukämpfen

Wenn du an bestimmten Krankheiten leidest, gewisse Laster hast oder einfach in besonderen Lebensphasen bist, benötigst du meist mehr Vitamine:

  • wenn du hohes Fieber hast
  • bei Stoffwechselkrankheiten
  • in der Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche in Wachstumsphasen
  • in Stresssituation
  • wenn du intensiv Sport betreibst
  • wenn du rauchst
  • wenn du regelmäßig Alkohol trinkst
  • wenn du dich bereits in einem hohen Alter befindest
  • wenn du durch Erkrankungen oder Therapien höhere Vitaminverluste hast (Dialyse, bestimmte Medikamente)

Besonders der Alkohol ist eine große Blockade für die Vitamine. Er kann nämlich die Leberfunktion beeinträchtigen. Dein Körper nimmt somit einige Vitamine nicht in entsprechenden Mengen auf.

Seniorinnen und Senioren haben einen geringeren Energiebedarf und müssen somit weniger zu sich nehmen. Gleichzeitig bleibt jedoch der Vitaminbedarf hoch. Sie nehmen also weniger Nährstoffe zu sich, brauchen aber noch immer gleich viele.

Ein Vitamin-D-Mangel geht mit Müdigkeit Hand in Hand

Ein Vitamin-D-Mangel ist also schwer festzustellen und erst spät äußern sich die typischen schwerwiegenden Symptome.

Deswegen solltest du vor allem in den Wintermonaten auf den Vitamin-D-Gehalt im Körper achten. Deine Ärztin oder Arzt hilft dir dabei mittels Bluttests.

Die Sonne gleicht den Mangel nicht immer aus und Nahrungsergänzungsmittel sind für viele Menschen aufgrund unserer veränderten Lebensbedingungen unerlässlich.

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